Duke Nukem Macher der größten Videospiel-Luftnummer pleite (6) 7. Mai 2009, 18:02 Uhr
Der Videospiel-Hersteller 3D Realms ist bankrott. Mit dem Titel Duke Nukem Forever belustigte das Unternehmen seit Jahren Spiele-Fans. Das Action-Spiel befindet sich bereits seit zwölf Jahren in der Entwicklung. Trotz allem könnte Duke Nukem Forever immer noch auf den Markt kommen.
Foto: 3D Realms
Die Zukunft des Videospiels Duke Nukem Forever ist ungewiss
Der texanische Videospiel-Entwickler 3D Realms schließt seine Tore. Der Webmaster der Unternehmensseite, Joe Siegler, bestätigte Gerüchte: "Das ist keine Marketing-Sache. Es ist wahr. Ich habe zu diesem Zeitpunkt nichts weiter zu sagen."
Weiterführende Links Das von 3D Realms seit Jahren entwickelte Spiel Duke Nukem Forever gilt in der Branche als Sinnbild für Vaporware. Mit diesem Begriff bezeichnet man Produkte, die lange angekündigt werden, sich aber nur als "heiße Luft" entpuppen. Das amerikanische Online-Magazin Wired News
prämierte den Titel deshalb mehrmals mit seinen Vaporware Award. Bereits 2003 erhielt das Spiel den Vaporware Lifetime Achievement Award.
3D Realms produzierte vorallem gewalttätige Actionspiele. In Zusammenarbeit mit dem finnischen Spieleentwickler Remedy Entertainment, begründete das Studio 2001 die Max Payne - Reihe. Diese wurde 2008 verfilmt. Die Hauptrollen spielten Mark Wahlberg und Mila Kunis.
Der Vorgänger-Titel zu Duke Nukem Forever erschien 1996. Wegen seines rohen Humors und zahlreicher sexueller Anspielungen ist Duke Nukem 3D umstritten. Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien hat das Spiel indiziert.
Ob Duke Nukem Forever noch erscheinen wird, ist ungewiss. Ein anderes Entwicklungstudio könnte die Rechte an dem Titel erwerben. Die Vertriebsrechte liegen bei dem amerikanischen Publisher Take-Two Interactive Software.
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Kommentar.
Mein Mitleid hält sich sehr stark in Grenzen. Die Entwickler hatten ihre Chance gehabt und ihren Vorschussbonus mit Bravour verspielt. Der Projektmanager gehört für das nichteinhalten der Milestones eigentlich gevierteilt. Nach 12 Jahren Entwicklungszeit sollte man eigentlich schon ein Ergebnis erwarten dürfen. In diesem Sinne kommt die Pleite zu Recht.