Wie denkt ihr über die Geschäftspolitik seitens EA? Ich persönlich habe nie mit meiner Meinung gegenüber EA hinter dem Berg gehalten. Für mich stellte EA unter der Führung von Larry Probst einen übermächtigen Kraken dar, der einst innovative Studios aufkaufte, zerschlug und letztendlich dichtmachte. So wurden unter der Führung von Probst, Origin, Bullfrog, Westwood, Jane's etc. ausgeblutet und letztendlich geschlossen. Genau diese Politik führte letztendlich dazu, das ich EA bis heute nicht mag und mir sogut wie keine Spiele mehr von der Firma kaufe.
Wenn wir jetzt den unten aufgeführten Artikel anschauen, scheint es so, das unter der Leitung von John Riccitiello immerhin ein Neuanfang versucht wird. Jetzt die Frage in die Runde. Kann man wirklich davon sprechen, das sich EA vom "Zerstörer der Welten" hin zum "Erfinder neuer Welten" gewandelt hat? Ist das Negativ Image, das EA seit Anfang der 90er Jahre massgeblich geprägt hat, heute noch gültig, oder ist ein erfolgreicher Imagewandel vollzogen worden?
Zitat:
Electronic Arts hat scheinbar eingesehen, dass sie an manchen Stellen und vor allem in Sachen Release-Politik, Fehler gemacht haben. Vor allem die Abverkäufe von potentiellen Hits wie Dead Space und Mirror's Edge seien eine Lektion für EA gewesen. Sie blieben hinter den Erwartungen zurück.
"Im letzten Jahr veröffentlichten wir viele neue Spiele und Serien auf einen Schlag", sagte Glen Schofield, Manager des EA Studios Redwood Shores (Dead Space). "Manche Leute sagen, dass das vergangene Jahr eines der besten in der Geschichte der Videospiele war. Ein tolles Spiel nach dem andern kam auf den Markt. Und wir waren mittendrin. Somit brauchst du viel Geld, um aus der Masse hervorzustechen." Es seien einfach viel zu viele Spiele über Weihnachten veröffentlicht worden sagte er gegenüber gamesindustry.biz. Eine Situation, welche die Industrie nicht länger ignorieren könne.
Die Spieleindustrie müsse sich langsam aber sicher an der Filmindustrie orientieren. "Sie veröffentlichen Filme zu Weihnachten, Blockbuster bringen sie allerdings im Sommer in die Kinos. Daraus lernen wir, dass wir Spiele wann immer wir wollen veröffentlichen können. Solange sie gut sind, werden sie auch gekauft."
"Ich glaube, dass wir immer dachten, dass Leute nur zu Weihnachten Spiele kaufen. Und nun schauen wir zurück und sehen 'GTA 4 wurde im Mai veröffentlicht, Resident Evil kommt im März‘."
Schofield glaubt, dass unter John Riccitiello (Chef von Electronic Arts) vieles besser werde und bereits geworden ist. "Wir haben einiges geschafft. So konnten wir einiges Ansehen wiedererlangen, das uns über die Jahre abhanden gekommen ist. Und zweitens konnten wir EA Redwood Shores als Triple-A-Studio etablieren."
Ganz nebenbei kündigte Schofield übrigens inoffiziell Dead Space 2 an. "Wir haben bislang nichts angekündigt, aber ich glaube kaum, dass man ein Spiel mit Wertungen von mehr als 89% betrachtet und sagt 'Nun, das war ein Misserfolg‘". PC Games - News: Electronic Arts: Release-Politik überdenken, Dead Space 2 inoffiziell angekündigt |
Hier eine Übersicht, welche Studios in der Geschichte von EA übernommen wurden:
PC Games - Special - Electronic Arts: Alle 26 Übernahme-Studios im Detail!